Langstreckentest

05.

06.

2015

Fahreralltag | erzÀhlt von Anja

Die ein oder andere Fahrt haben wir nun gemacht. Da wir in ein paar Wochen mit den MotorrĂ€dern in den Urlaub fahren wollen, ist es langsam an der Zeit zu testen wie viel Strecke wir schaffen. Dabei wollen wir natĂŒrlich nicht einfach nur durch die Gegend gurken, wir stecken uns ein Ziel und das nicht zu knapp. Es geht in Michls Heimatstadt: einfache Strecke 450 km!

Wir nehmen uns ein langes Wochenende vor, damit wir zur grĂ¶ĂŸten Not irgendwo absteigen könnten und uns nach langer Strecke nicht sofort der Montag mit einem neuen Arbeitstag erwartet.

Um es nicht zu ĂŒbertreiben geht’s am Mittwoch Abend nach der Arbeit schon mal zum ersten Halt nach NĂŒrnberg. Das sind gerade mal 100 km und uns erwartet ein leckeres Essen, frisch gegrillt.

Voller Zuversicht starten wir am nÀchsten Tag die erste lange Etappe.

Wir Starten blauĂ€ugig und fahren in NĂŒrnberg gleich mal einen Riesenstau. Michael fĂ€llt es auf zu spĂ€t ein, es ist „Rock im Park“. Bei 30 °C ist es kein VergnĂŒgen in der Lederkombi ĂŒber dem heißen Motor zu sitzen, aber es ist gegen Anjas Prinzip sich durch den Stau zu drĂ€ngeln und so halten wir tapfer durch und benötigen circa eine Stunde fĂŒr die ersten 50 km.

Danach lĂ€uft es aber richtig! Über die Landstraße geht es vorbei an Wald und Wiese durch Bayern und ThĂŒringen. Zur spĂ€ten Mittagspause finden wir unverhofft einen herrlichen Biergarten an einem kleinen Bachlauf. Jetzt sollte es nur noch etwa eine Stunde dauern, bis wir bei den Großeltern angekommen sind. Denkste! Einmal falsch abgebogen und eine gesperrte Straße spĂ€ter befinden wir uns derart in der Pampa, dass es noch 180 km werden bis wir endlich daheim ankommen.

Insgesamt 386 km innerhalb von 10 Stunden!

Frisch ausgeruht geht es am nĂ€chsten Tag wieder zurĂŒck. Heute steht uns noch der Löwenanteil bevor, denn jetzt geht’s wieder nach Hause bis Ingolstadt.

Wir haben unsere Strecken mit dem riesen Reiseatlas von Opa neu geplant und optimiert. Viele gute Tipps und schon lĂ€uft es wie am SchnĂŒrchen. In der ersten HĂ€lfte des Tages brauchen wir nur wenige Pausen und haben keine Bedenken bis nach Hause zu kommen.

Der Nachmittag zieht sich allerdings immer lĂ€nger hin. Es zeigen sich Ausfall erscheinungen. Michael bekommt starke RĂŒckeprobleme und wir mĂŒssen in Pegnitz in eine Apoteke und Schmerzmittel kaufen. Wir verbinden das gleich mit einem Kaffee und einem Eis. Dann steuern wir zur Vorsicht noch einmal NĂŒrnberg an, unsere Notfall-SchlafstĂ€tte, falls wir uns die letzten 100 km nicht mehr zutrauen.

Doch nach einer lĂ€ngeren Pause und krĂ€ftigen StĂ€rkung, geht es erholt weiter und schließlich lassen wir NĂŒrnberg hinter uns und fahren bei uns auf den Hof.

463 km innerhalb von 11 Stunden. Wir sind total platt. Aber auch ein bisschen stolz!

Das Fazit unseres Langstreckentests:

Landstraße fahren war eine gute Wahl. Die Strecke war abwechslungsreich, angenehm zu fahren (mit wenig Verkehr) und wir haben schöne Landschaften gesehen (uns ist sogar ein Dachs begegnet).

Über 400 km war nicht so angenehm. Ist aber auch drin, wenn es hart auf hart kommt. Wir werden bei den geplanten 200 km pro Tag bleiben, die laufen dafĂŒr locker!

Und wir werden uns mehr Pausen vornehmen – und zwar bevor man sie braucht. Einfach alle 50 km mal absteigen und 10 Minuten die Beine vertreten ist Gold wert.

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