Fr√ľhst√ľck bei Daktari

28.

07.

2015

Frankreich Tour | erzählt von Anja

Langsam geht es wieder auf den R√ľckweg. Den ganzen Tag haben wir das Meer im Blickfeld und fahren an der K√ľste entlang auf Italien zu. Ein weiterer Stadtstaat liegt vor uns: Monacco. Anstatt durch die Schluchten der Hochh√§user zu fahren und uns durch den Stadtverkehr zu qu√§len, nehmen wir eine bequeme Route um die Stadt herum.

Strategisch erhöht umfahren wir Monacco. In der Bucht unter uns liegt die Metropole majestätisch da. Die Yachten sind sogar von hier aus zu erkennen.

Von einer kleinen Aussichtsplattform k√∂nnen wir die ganze Stadt und das Meer √ľberblicken, ohne von dem Trubel unter uns eingenommen zu werden. Touristen str√∂men an uns vorbei, um einen kleinen Eindruck davon zu gewinnen, wie herrlich es sein muss, sich hier ein Apartment leisten zu k√∂nnen!

Wir kommen schnell voran, verlassen Frankreich und kommen am Abend in Imperia an. Wir finden ein kleines Hotel, direkt am Meer. Obwohl wir das g√ľnstigste Zimmer nehmen, werden wir im oberen Stockwerk einquartiert, ein gem√ľtliches Zimmer mit einem kleinem Balkon von dem man direkt aufs Meer blicken kann. Zum Abendessen gibt es k√∂stliche Pasta und einen Spaziergang durch den Hafen.

Schweren Herzens verlassen wir schlie√ülich die K√ľstenregion und machen uns auf den Heimweg. Doch je weiter wir uns vom Meer entfernen, desto ausgestorbener scheint die Region. Keine Hotels mehr, nicht einmal ein Campingplatz, kein Restorante nur eine kleine Eisdiele. Es ist ganz offensichtlich: Hier gibt es nichts.

Als langsam die Kr√§fte schwinden und es Zeit wird ein Nachtlager aufzuschlagen, entdecken wir ein kleines Schild: Bed & Breakfast. Wir biegen in eine schmale Seitengasse ein, dort erwartet uns ein halb vom Efeu bedektes Auto, sch√§big, aber mit N√ľrnberger Kennzeichen - h√∂chst vertrauenserweckend. Weiter geht es zu einem herunter gekommenen Gem√§uer, doch die TripAdvisor Eule zeigt uns, dass wir zumindest richtig sind.

© leninfee.it

Ein alter Mann in Unterhose steckt den Kopf heraus und fragt, ob wir wegen der Unterkunft hier sind. Ein kurzer Impuls sagt mir, dass wir aufsteigen und los fahren sollten, solange wir noch k√∂nnen. Doch der Mann ist schneller aus dem Haus heraus als wir schauen k√∂nnen und er hat sich zum Gl√ľck ein Hemd angezogen. Naja, die Zimmer anschauen kostet ja nichts und wir lassen uns in das alte Geb√§ude f√ľhren.

Wir sind vollkommen baff! Das Bad scheint neu renoviert und die Zimmer sind gem√ľtlich eingerichtet. Doch das ist nicht das Beste.  Das Haus - ehemalige Stallungen - ist charmant und rustikal zugleich. Unser Hausherr - weitgereister Au√üendienstarbeiter im Ruhestand - hat es sich scheinbar zum Hobby gemacht, all seine Reisen in seinem Haus zu verewigen. Tropenh√ľte, Masken, antike Waffen, exotische Schmetterlinge, eine Spur aus Glasflie√üen unter denen unz√§lige Muscheln liegen f√ľhrt durchs Wohnzimmer.  

Wir tafeln auf dem Balkon im ersten Stock unter dem rustikalen Dachgeb√§lk und √ľberblicken den akurat angelegten Garten. Am Abend setzen wir uns zu unserem Gastgeber, der liebend gern von all seinen Reisen und Abenteuern erz√§hlt, die er w√§hrend seiner Zeiten im Au√üendienst erlebt hat.

Wirklich ein herrliches Haus und ein sehr sch√∂ner Tag. Danke an Franco f√ľr den sch√∂nen Abend!

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